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Reinickendorf mittendrin - Ausgabe 1 -
Seite 4 (1.Quartal 2010)

Tu'Gutes und sprich darüber!
RABAUKE e .V. finanziert aus dem Verkauf von Kleiderspenden Kinder- und Jugendfreizeiten und unterhält das erste Sozialkaufhaus in Reinickendorf

 

"Gutes für wenig Geld, das war von Beginn an unser einfaches Motto", sagt Sascha Mitschke ,,und wir waren überrascht, nicht nur von der Spendenbereitschaft der Menschen, sondern auch von der Qualität der Ware." Diese gibt es seit der Eröffnung des Reinickendorfer Sozialkaufhauses reichlich Spender aus ganz Berlin sind auf die ldee aufmerksam geworden.

Rabauke verzichtet, sich die Bedürftigkeit der Kunden zu bestätigen: "Als Kleinträger haben wir keinen Verwaltungsapparat, müssen unsere Angebote aber meist selbst finanzieren. Wir sind auf die angewiesen, die zu uns in den Laden kommen." Zum Vorstand von Rabauke e.V. gehören Sascha Mitschke und Stefan Valentin sowie Kerstin Köppen und Katja Schumacher. In den letzten zwei Jahren organisierte der Verein Ferienfreizeiten, an denen bis zu 50 Kinder gemeinsam eine Woche verbringen konnten. Für den Sommer ist eine Woche Tegeler See geplant. ,,Die Nachfrage nach unseren Ferienfreizeiten wächst schneller als das Angebot", erklärt Kerstin Köppen das Dilemma des Vereins, "auch im Alltag steigt der Bedarf nach verlässlicher Betreuung für Kinder; gerade in den nicht unproblematischen Ecken."

Dem Verein wurde in der Nachbarschaft eine ehemalige Kita zur Miete angeboten. Dort bekommen seit dem Frühjahr 14 Kinder nach der Schule nicht nur ein gesundes Essen, sondern auch Hilfe bei den Schulaufgaben und gemeinsame Nachmittage. "Gerade für die sog. Lücke-Kinder (der 5. und 6.Klassen ) fehlt in vielen Schulen das Angebot einer Betreuung; insbesondere für diese Kids ist diese Freizeitstätte gedacht", skizziert Stefan Valentin ein Problem vieler Familien.

,,Wir haben viele ldeen und verzweifeln manchmal, das wir sie nicht schneller umsetzen können", beschreibt Katja Schumacher die Ungeduld der Mitstreiter. "Da wir alle berufstätig sind, erledigen wir unsere Vereinsarbeit in unserer Freizeit; das bestimmt unsere derzeitigen Möglichkeiten". "Wenn wir für die Familien eine Anlaufstelle bieten wollen, an die sie sich wenden können, brauchen wir entsprechend ausgebildete Mitarbeiter", gibt Sascha Mitschke einen Ausblick auf die zukünftigen Tatendrang des Vereins.

Kerstin Köppen